Hilfreiche Tipps für ein langes Turboleben

 

Der Turbolader ist ein integrierter Bestandteil des Motors

Er wurde speziell für diese Motorenanwendung entwickelt, um die optimale Leistung zu erzielen. Der Turbolader ist kein untergeordnetes Verschleißteil und sollte in den gleichen Zeitabständen wie der Motor inspiziert werden. Bei Überholung des Motors sollte auch gleichzeitig der Turbolader überholt werden. Dadurch verringern sich unvorhergesehene Reparaturzeiten sowie Betriebskosten.

Führen Sie Leistungsverlust und Störungen des Motors

nicht voreilig auf den Turbolader zurück

Oft werden einwandfrei funktionierende Turbolader unnötigerweise abgebaut und ersetzt. Tritt am Auspuff blauer Rauch auf, überprüfen Sie, ob der Luftfilter verschmutzt ist (s. Wartungshandbuch des Motorenherstellers) oder der Motor durch Verschleiß zu hohen Ölverbrauch aufweist. Überprüfen Sie erst danach den Turbolader. Läuft er zu laut, untersuchen Sie alle Verbindungen auf der Druckseite des Turboladers. Treten schwarzer Rauch bzw. Leistungsverlust auf, überprüfen sie auch in diesem Fall zuerst den Motor.

Die drei Hauptursachen eines Turboladerschadens

• unzureichende Schmierung
• Eintritt von Fremdkörpern
• verschmutztes Öl

Bei mangelnder Schmierung fallen die Lager aus. Dadurch schleifen Verdichter- und Turbinenrad in den Gehäusen, die Dichtungen werden beschädigt und außerdem kann die Welle abscheren. Fremdkörper beschädigen Turbinen- und Verdichterrad. Die daraus resultierende Unwucht beschädigt die Dichtbuchsenbohrungen und Lager. Verschmutztes Schmieröl führt zur Riefenbildung an Wellenzapfen und Lagern. Ölbohrungen sowie Abdichtungen setzen sich zu und verursachen hohe Ölverluste. • Von außen eindringende Teile wie Sand, Schmutz, Schrauben und Ähnliches werden durch vor dem Verdichter befindliche Filter abgefangen. Die Filter sind in regelmäßigen Abständen zu warten

Versuchen Sie nicht, im Do-it-yourself-Verfahren

am Turbolader zu arbeiten

Der Turbolader ist einfach aufgebaut. Allerdings sind die Einzelteile mit Fertigungstoleranzen bis zu 1/1.000 mm hergestellt. Die meisten Turbolader, vor allem im PKW-Bereich erreichen im Betrieb eine Drehzahl von bis zu 300.000 U/min. Diese müssen daher auf einer speziellen Maschine gewuchtet werden. Überlassen Sie daher Ihren Turbolader einem Spezialisten. Der Turbolader-Händler mit geschultem Personal und Spezialwerkzeugen wartet und überholt Ihren Turbolader zu Ihrer Zufriedenheit. Sie sparen dadurch Zeit und Geld.

Versuchen Sie, größeren Schaden am Turbolader zu vermeiden

Falls Sie Öllecks, Vibrationen oder unnatürliche Geräuschentwicklung des Turboladers bemerken, stellen Sie sofort den Motor ab. Die Störungsursache ist im Anfangsstadium eventuell einfach zu beseitigen. Wird der Turbolader jedoch weiter betrieben, kann dies zu hohen Folgeschäden führen. Da der Turbolader mit sehr hohen Drehzahlen läuft, kann selbst der kleinste Fehler über die rotierenden Teile auf andere Bauteile wie Lager, Dichtungen usw. übertragen werden und diese stark beschädigen (Bei hohen Drehzahlen können bei einem Turbolader, der unzureichend geschmiert ist, die Lager innerhalb weniger Sekunden ausfallen).

Verwenden Sie Ihren Turbolader nicht für einen anderen Motorentyp

Der Turbolader-Händler kann Ihnen sagen, ob Sie Ihren Original-Turbolader gegen einen anderen austauschen können, ohne die Motorleistung bzw. Charakteristik zu ändern. Nur er ist der Turbolader-Spezialist.

Verändern Sie nichts am Turbolader

Motore werden aus verschiedenen Gründen aufgeladen: Drehmomenterhöhung, Ausgleich von geringer Luftdichte in großen Höhenlagen, höhere Wirtschaftlichkeit, Verringerung der schädlichen Abgase oder Leistungserhöhung. Besonders bei Pkws sollten Sie niemals versuchen, die Betätigungsstange der Ladedruckregelung ohne fachkundige Hilfe zu verändern. Ihr Turbolader wurde vom Werk optimal ausgelegt. Arbeitet der Turbolader bei höheren Ladedrücken als vom Motorenhersteller zugelassen, kann der Motor heißlaufen und Kolben, Zylinderkopf oder Motorlager können ausfallen.

Vergessen Sie nicht, den Fahrer des Fahrzeugs einzuweisen

Ob Motor oder Turbolader – auch die beste Ausrüstung kann nicht einwandfrei arbeiten, wenn der Fahrer nicht richtig eingewiesen ist. Wird ein Motor, der mit hoher Drehzahl läuft, abgestellt, arbeitet der Turbolader über längere Zeit weiter, ohne dass die Schmierung des Turboladers sichergestellt ist. Deswegen sollten Sie den Motor erst noch ca. 20 Sekunden bei niedriger Drehzahl laufen lassen. Beim Anlassen des Motors dauert es etwa 30 Sekunden, bis der volle Ölkreislauf aufgebaut ist. Erst dann darf der Motor auf höhere Drehzahl gebracht werden.

Lassen Sie Ihren Turbolader nur von geschultem Personal warten

Das ausgehängte Turboladerverkaufs- und Serviceschild garantiert Ihnen, dass Ihr Turbolader fachkundig gewartet oder eingebaut wird. Die Verwendung von nicht zugelassenen Aggregaten kann zur Leistungsminderung sowie Beschädigung des Motors führen. Außerdem erlischt die gewährte Garantie. Die Turbolader-Händler haben jederzeit Zugriff auf die neuesten Informationen und die Vorräte an werkseitig überholten Turbolader. Sie sind mit allen technischen Hilfsmitteln ausgerüstet, um Ihr Fahrzeug oder Gerät gewinnbringend im Einsatz zu halten.

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